Archiv der Kategorie: Gottesdienst

Der „andere Gottesdienst“, 2.4.2017

Der „andere Gottesdienst“ war diesmal ganz anders. Nach einem phasenweise äußerst schrägen Vorspiel gingen der Pianist und die Saxofonistin​ verbal derart aufeinander los, dass der Pfarrer noch vor der Begrüßung erst mal die Beschädigung dieses „professionell ausgearbeiteten Gottesdienstes“ beklagen musste. Ja, dachten jene Besucher des Gottesdienstes, die es bemerkten: Wenn er wenigstens den Talar nicht schief zugeknöpft hätte, dann wäre er glaubwürdiger in seinen Ansprüchen.

Es war also ein sehr vergnüglicher Gottesdienst, bei dem viel gelacht wurde: „Abschied vom Perfektionismus“ lautete das Thema, und damit bewegte man sich im Reformationsjahr auf Martin Luthers Spuren. Denn er hatte sich aus den zwanghaften Gedanken befreit, mit denen er sich in seiner Mönchszelle gequält hatte, und war zum Schluss gekommen: „Sündige tapfer, aber glaube noch tapferer.“ Dazu passend konnte man aus dem Theaterstück des Tages lernen, dass ein Sprung in der Kaffeetasse nicht das nervös zelebrierte Date ruiniert. Deswegen schnell die Tassen zu vertauschen, wenn der Besuch kurz nicht hinsieht, ist also nicht nötig. Aber nicht einmal davon lässt sich die Liebe aufhalten.

Ein Zwischenfall war allerdings tatsächlich unbeabsichtigt: Dass wir unmittelbar vor dem Beginn kurzerhand von der Kirche in den Martin-Luther-Saal umzogen, da sich das E-Piano plötzlich davongemacht hatte. Für die kleine Gesprächsrunde zwischendrin war dieser Rahmen aber umso geeigneter.

Somit bewährte sich nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis: Sich auf die gute Beziehung zu verlassen – untereinander und zu unserem Gott – macht mehr Freude als in der Angst vor Pannen und Fehlern zu leben.

Fotos: Karla Kohl

Minigottesdienst am 4. Advent

Minigottesdienst am 4. Advent, 18. Dezember 2016: Eine Wintergeschichte

Fotos: Albert Prauser

Bunter Gottesdienst am 19. Juni 2016

Erlöst, befreit, erlöst – Unter diesem Motto stand der fröhlich-bunte Gottesdienst in St. Matthäus am Sonntag, 19. Juni 2016. Beim anschließenden Frühschoppen im Martin-Luther-Saal spielte die hauseigene Dixie-Band. In dieser frohen Runde wurde auch an das zehnjährige Dienstjubiläum des Dekansehepaars Gabriele und Thomas Schwarz gedacht. Seit dem Sommer 2006 leben und arbeiten beide in Ingolstadt.

Fotos: Maren Michaelis

Vorstellungsgottesdienst der KonfirmandInnen

Vorstellungsgottesdienst der KonfirmandInnen am Sonntag, 17. April 16

Fotos: Uli Seidler

Familiengottesdienst am Ostermontag 2016

Familiengottesdienst am Ostermontag 2016, „Ostern stellt alles auf den Kopf“

In Anlehnung an den Kino-Film „Alles steht Kopf“ traten in diesem kurzweiligen Gottesdienst für Groß und Klein die Gefühle zweier Jünger auf: „Freude“, „Angst“, „Wut“ und „Trauer“ erzählten davon, wie sie Jesu Tod erlebt haben. Später begegnen diese beiden Jünger bei Emmaus dem Auferstandenen, und die große Freude kehrt in ihr Leben zurück. In den Fürbitten, die die GottesdienstbesucherInnen selbst schrieben, wurden dann persönliche Gefühle von Freude, Angst, Wut und Trauer vor Gott gebracht. Mit dem Lied „Du verwandelst unsere Trauer in Freude“ bat die Gemeinde Gott darum, auch ihre Gefühle „Auf den Kopf zu stellen“.

Nach dem Gottesdienst traf sich eine frohe Gesellschaft im Innenhof zur Ostereiersuche.

Minigottesdienst am 12. Juli 2015

Minigottesdienst – ganz groß: Am Sonntag, 12. Juli, feierten kleine und große Leute miteinander im Tipi des SJR-Lagerplatzes und auf der Wiese davor miteinander Gottesdienst. Nicht nur Schnecki, die sprechende Minigottesdienstschnecke, war erst einmal neugierig zu erfahren, was die Zeltlagerkinder am Wochenende erlebt hatten. Viele Eltern und etliche Familien mit kleineren Kindern ließen sich gerne von der Lagerolympiade und den Gelagen um das Lagerfeuer erzählen. Auch wenn dieses Zeltlagerwochenende ganz entspannt verlief, erinnerte Schnecki daran, dass es auch Ärger geben kann, wenn so viele unterschiedliche Menschen beieinander sind: Mädchen und Jungen, ältere und jüngere, schnelle und langsame. Die Frage, wer was kann und wie gut, kann zu Streit führen. Die Geschichte von dem kleinen schwarzen Vogelmädchen Nerina, die wegen ihres Aussehen von ihren Geschwistern gemieden wird, führte dieses Phänomen anschaulich vor Augen. Als Nerina aber gerade wegen ihrer dunklen Federn die anderen bunten Vogelkinder aus einem Gefängnis befreien kann, spielen die Unterschiede keine Rolle mehr. Von da an spielen alle miteinander: Jeder kann mit dem, wie er ist und was er kann und mag, etwas zur Gemeinschaft beitragen. Wir Menschen sind ebenso auf einander angewiesen und darum miteinander verbunden. Im Spiel auf der Wiese „Der Gordische Knoten“ konnten alle Gottesdienstbesucher das selbst erleben.

Minigottesdienst im Februar 2014

Im Minigottesdienst am Sonntag, 23. Februar 2014, entstanden strahlende Sonnen. Zuvor hatten sie an ihren eigenen Händen erlebt, wie gut Wärme tut. Sie spürten die Wärme von Kirschkernkissen und Wärmflaschen, aber natürlich auch die Wärme auf Mamas Schoß und in Papas Armen. Immer wenn Menschen freundlich miteinander umgehen, wärmt das ihre Herzen. Auch Gott will den Menschen Wärme schenken. Darum sangen wir Ihm zum Dank frohe Lieder. Zur Erinnerung daran, dass Gottes Liebe warm wie die Sonne ist, durften alle kleinen Gottesdienstbesucherinnen und -besucher ihre gebastelten Sonnen mit nach Hause nehmen.

Erntedank 2013

„Wenn jeder gibt, was er hat…,“
…, dann werden alle satt, heißt es in einem Lied. Welche Wahrheit in diesen schlichten Worten steckt, zeigte unser Gemeindefest am Erntedanktag. Wie in den Zeiten der urchristlichen Gemeinde teilten wir, was gegeben wurde. Gut, angesichts von fast hundert hungrigen Personen war schon etwas mehr Organisation als damals gefragt, doch diese wurde zuverlässig und durchdacht von Erika Dietz und Annette Cecetka übernommen. So konnte das Fest dann ungezwungen in entspannter Atmosphäre verlaufen. Viele trugen etwas bei: außer dem reichhaltigen Buffett noch Musik in der Kirche (Gunther Dietz und Sonja Pieldner), Kinderprogramm (Karla Kohl und Susanne Tag), ein Matthäus-Quiz (Sabine Tag) und zuletzt viel Fleiß in der Küche und Muskelkraft beim Aufräumen. So verbrachten wir nach einem gut besuchten Gottesdienst mit einem farbenfroh geschmückten Erntedankaltar (Sabine Tag, Dagi und Uli Seidler) fröhliche Stunden im Gemeindehaus an einem Tag, der ganz verschiedene Menschen aus unserer Gemeinde zu einer Gemeinschaft zusammen führte.

Fotos: Uli Seidler

Reformationsfest 2012

Am Reformationstag. 31. Oktober 2012 besuchte Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strom in Ingolstadt. Im Rahmen eines Emfangs im Alten Rathaus trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Im Anschluss daran predigte er im Reformationsgottesdienst in der voll besetzten Matthäuskirche über die Freiheit, die das Leben von Christinnen und Christen bestimmt. Christus befreit vom Druck, möglichst gut dastehen zu müssen, sei es vor Gott, sei es vor den Menschen. Durch Christus könnten wir über dunkle Geister, die in der Halloweennacht ihr Unwesen treiben sollen, nur noch lachen.  Der Gottesdienst, der im Bayerischen Rundfunk übertragen wurde, wurde in der Liturgie durch die Dekane Gabriele und Thomas Schwarz sowie durch den Kammerchor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Reinhold Meiser gestaltet. Zur Aufführung kam die Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott “ von Johann Sebastian Bach.
Ein kurzes Grußwort durch den Landesbischof eröffnete nach dem Gottesdienst den Empfang im Gemeindehaus, zu dem sich viele Menschen einladen ließen.

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Foto: Guntar Feldmann

Der Andere Gottesdienst

„Richtig vernetzt?!“
Diese Frage stellten wir uns am Sonntag, den 14.10. in der Reihe „Der andere Gottesdienst“.
Ein buntes Netz aus vielen Wollfäden verband dabei die Gemeinde auf vielfältige Weise miteinander und sorgte für großes Vergnügen.
Das digitale Netz ist uns in unserem Leben ebenso willkommen, weil es uns verbindet und so ungeheuer praktisch ist. Wie sorgen wir aber dafür, dass es nicht zu einer Macht wird, die uns beherrscht und vereinnahmt und so gleichsam Gottes Stelle einnimmt?
Auch Dank vieler Beiträge von seiten der Gottesdienstbesucher konnten wir hierzu Ideen entwickeln.

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