Festgottesdienst zum Reformationstag am Mittwoch, 31. Oktober 2018, 19:30 Uhr in der Matthäuskirche

Susannes Niemeyer: Der Auftrag heißt „LEBEN“ Reformationsfest in Ingolstadt mit der Hamburger Schriftstellerin(gri).
Der zentrale Gottesdienst zum Reformationsfest in der Ingolstädter Matthäuskirche mit der Hamburger Schriftstellerin Susanne Niemeyer stand unter dem Motto „Neue Bilder von Gott“. Beim gut besuchten Festgottesdienst las die Autorin Alltagsgeschichten vor, in denen es um den Glauben und die Begegnung mit Gott ging. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Posaunenchor St. Matthäus – Mennoniten gekonnt und einfühlsam unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Reinhold Meiser. Die Liturgie gestalteten die Dekane Gabriele und Thomas Schwarz.In vier thematisch gegliederten Sequenzen, die von Musik unterbrochen wurden, machte sich Susanne Niemeyer Gedanken über Gott und die Welt: Heiter und gleichzeitig besinnlich stellte sie Überlegungen darüber an, was es bedeutet, Christin zu sein oder beschäftigte sich mit der Frage, was passieren würde, wenn plötzlich ein Engel in ihrem Wohnzimmer auftauchen würde: Überraschend an dieser Situation war nicht nur die Annahme, dass der Engel sie in ihrer alten Jogginghose auf dem Sofa antreffen würde, sondern auch, dass er ein Bier trinken wollte. Spannend dann das fiktive Gespräch mit dem Himmelsbesucher, der übrigens keine Flügel hatte, dafür aber einen starken Akzent. Nachdenklich und gleichzeitig unterhaltsam passten sich Niemeyers Gottesbilder aktuellen Lebenssituationen an: „Man erkennt Gott an seiner Wirkung, nicht an seiner Gestalt“. Susanne Niemeyer, geboren 1972, war langjährige Redakteurin beim ökumenischen Verein „Andere Zeiten“. Heute lebt sie in Hamburg, arbeitet als freie Autorin für den Kreuz-Verlag und ist Kolumnistin und Bloggerin (freudenwort.de). Sie vertritt den Gedanken, dass Gott in allen Dingen ist und forderte die Gottesdienstbesuche auf: „Unser Auftrag heißt LEBEN!“ Beim anschließenden Empfang im Martin-Luther-Saal des Gemeindezentrums St. Matthäus kamen die Besucher ihrem Anliegen nach – bei Speis und Trank mit lebendigen Gesprächen und vielen Begegnungen.

Foto und Text: Heidrun Th. Grigoleit