Chorausflug nach Arosa

Chorausflug nach Arosa vom 27. Bis 29. Juni 2014

Für einen Chor, für Kantorei und Kammerchor an St. Matthäus, ist eine Chorfahrt das Highlight im Jahresprogramm. Wir wissen ja, wenn Dietmar Tank das Unternehmen organisiert, dann klappt’s, dann ist was geboten, mehr noch:
Alle wissen auch, dass es sich nie nur um Ausflüge handelt, immer sind Auftritte mit Chorkonzerten im Programm, als Botschaft der Kirchenmusik aus St. Matthäus. Das hat in den letzten Jahren jeweils Brücken geschlagen: nach Österreich, in die Slowakei, nun auch in die Schweiz, nach Arosa.

Am Freitag in der Früh startete der vollbesetzte Bus am Omnibusbahnhof in Richtung Chur in Graubünden. Mit der Rhätischen Bahn ging‘s in großer Steigung hinauf nach Arosa, wo wir mit einem „Apero“ im Hotel herzlich empfangen wurden.

Am Samstag, immer noch bei schönem Wetter, wanderten wir hinauf zum  alten „Bergkirchli“, wo Kantor Reinhold Meiser auf einer kleinen historischen Orgel ein Konzert gab. Es ging weiter auf den Weißhorngipfel (2653 m), teils zu Fuß, teils mit der Seilbahn, zum Mittagessen.
Ein weiterer Höhepunkt am Samstag: die Kutschfahrt mit fünf Wägengespannen, steil hinauf , dass die Hufeisen durchrutschten, zu einem  zweiten „Apero“-Empfang der Gemeinde Arosa in einem idyllischen Berggasthaus.

Am Sonntag feierten wir in der katholischen Kirche von Arosa mit unseren katholischen Geschwistern das festliche Hochamt zu Peter und Paul mit Werken von J.G. Herzog und M. Hauptmann. Pfarrer Schneider hob in seiner Predigt die Bedeutung der beiden ältesten Kirchenväter hervor, die uns mit Leben und Botschaft Ökumene als gemeinsames Anliegen klar deutlich machten. Das war auch bei dem opulenten Empfang nach dem Gottesdienst zu spüren: brüderliche und schwesterliche Herzlichkeit.

Der Regen, vor dem wir wegen des Föhns bisher bewahrt geblieben waren, hatte uns nun beim letzten Programmpunkt doch erreicht. Die Stadtbesichtigung von Chur im Dauerregen war auch für die junge Stadtführerin eine ungewohnte Herausforderung, die sie mit ihrem italienischen Temperament gut meisterte. Am Ende strandeten wir in den Cafés von Chur.

Im Bus ging‘s heim nach Ingolstadt. Die neuen Eindrücke, die schönen Bilder der Hoch-gebirgswelt und neue Begegnungen mit neuen und bekannten Menschen konnten auf der langen Fahrt im Regen schon mal verarbeitet werden.

Uli Seidler

Fotos: Uli Seidler