Konfirmanden

Bescherung am Audi-Kreisel

Was schenkt man einem Kind, das man gar nicht kennt? Schwierig. Und was schenkt man 50 Kindern, die man alle nicht kennt? Das ist schon einfacher! Einige Tage vor Weihnachten waren wir mit unserer Konfigruppe in der Flüchtlingseinrichtung am Audi-Kreisel zu Gast und beschenkten die Kinder, die dort leben. Die grundsätzliche Anregung zu einer sozialen Bescherungsaktion war aus der Jugend von St. Johannes gekommen und zufällig war jene Einrichtung die einzige in Ingolstadt, bei der sich noch niemand sonst dafür angeboten hatte.

Wir hatten zusammengelegt, was wir erübrigen konnten (natürlich nur neuwertige Sachen) oder besorgt hatten und es war erstaunlich viel zusammen gekommen. So viel, dass wir das Einpacken in der Zeit, die uns vorher blieb, längst nicht fertig bekommen konnten. Das war aber nicht schlimm: Viele Kinder zogen es sowieso vor, sich nicht überraschen zu lassen, sondern von unserem Gabentisch auszuwählen. Die Unternehmung verlief erstaunlich diszipliniert. Es hätte ja auch so kommen können, dass Dutzende von Kindern wild unsere Gabentische stürmen, ohne dass wir uns mit ihnen verständigen können. Doch die fast ausnahmslos ukrainischen Kinder waren besonnen und viele sprachen sowieso so gut Deutsch, dass unsere Konfirmandin Katharina als Übersetzerin gar nicht so viel zu tun hatte.

Zu dem guten Verlauf trugen aber am meisten die Mitarbeiter der Einrichtung samt Security bei. Sie waren freundlich und hatten zugleich alles im Griff, wozu zu unserer Freude auch Punsch und Kekse gehörten. Nach einer knappen halben Stunde war die Aktion vorbei und die Kinder wirkten zufrieden. Wenn wir uns den engen Raum vorstellen, auf dem sie leben, und die unsicheren Aussichten, mit denen sie die Zeit nach Weihnachten verbringen müssen, dann fühlen wir mit ihnen. Aber vielleicht trägt manches Geschenk dazu bei, dass sie in diesen Wochen einige frohe Momente mehr erfahren.

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Ein braves, gestelltes Gruppenfoto zeigt unseren neuen Konfikurs, wie er (abgesehen von drei Konfis, die nicht mitkommen konnten) gleich nach Kursbeginn ein Wochenende in Riedenburg verbrachte. Das Bild täuscht aber darüber hinweg, dass es sehr munter zuging. Dies ist auf alle Fälle positiv gemeint: Beim Theater oder abendlichen Werwolfspiel herrschte Spielfreude. Bei der Wasserschlacht waren die Konfis ebenso engagiert wie bei der vielfältigen inhaltlichen Arbeit. Hierbei gingen sie auf Schatzsuche, fanden viele Schätze, nach denen wir im Leben streben, und lernten die Zuwendung Gottes als einen besonderen Schatz kennen. Besonders bewegend war, wie wir uns in der wohltuenden, absolut stillen Abendandacht am Freitag für diese Zuwendung öffneten. Solche Momente werden nur selten geschenkt und viele Konfis würdigten dies in der Schlussrunde. Vor dieser Abrundung hatten sie noch Josef und die zwölf Brüder im Sonntagsgottesdienst der Riedenburger Gemeinde gespielt und in drei Szenen die Predigt von Pfarrerin Mages veranschaulicht. Da waren selbstbewusste Jugendliche zu bewundern. Mag also der Kurs auch dieses Jahr recht klein sein, weil in unserer Gemeinde einfach wenige Jugendliche in diesem Alter leben: Langweilig wird es sicher nicht.

 

Konfikurs 2016/17

Am 7. Mai feierten wir Konfirmation in St. Matthäus. 16 Jugendliche hatten ein Jahr mit viel Spaß und guter Gemeinschaft, mit Fahrten und Ausflügen zusammen verbracht. Dabei beschäftigten sie sich engagiert mit den Fragen des Glaubens und des Lebens. In einem feierlichen und fröhlichen Konfirmationsgottesdienst bekannten sich zu ihrem Glauben und empfingen Gottes Segen für ihren weiteren Weg.

Foto: Alessandro Ballerini